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Schau mal, Kühe!

“Schau mal Schatz, da sind Kühe!” Der Spruch ist bei uns in der Familie schon so etwas wie ein Running Gag. Wann immer wir auf dem Land an einer Wiese mit Paarhufern vorbeikommen, darf ich mir das anhören.

Das Ganze stammt noch aus der Zeit, als ich vor 13 Jahren frisch nach Bayern gezogen war. Direkt aus Berlin kommend, gehörten Kühe nicht unbedingt zu meinem täglichen Anblick. Aufgewachsen bin ich in Westberlin, was damals noch wie eine Insel in der DDR lag. Innerhalb des begrenzten Stadtgebiets gab es nur ein paar Ponyhöfe in der Peripherie und schon gar keine echte Landwirtschaft. Mit dem Mauerfall änderte sich das. Dieser fiel aber in eine Zeit, in der mich halb-legale Parties in Ostberliner Abbruchhäusern wesentlich mehr interessierten als gefleckte Rindviecher auf Brandenburger Weiden. Bei meinem ersten Ausflug ins Münchner Umland war ich daher völlig aus dem Häuschen als wir an einer Kuhherde vorbeifuhren und rief laut: “Schau mal, Kühe!” Der Satz brachte mir ein mitleidiges Grinsen meines zukünftigen Mannes ein und einen Spruch, den ich wohl nie mehr los werde.

Natürlich war das auch das Erste, was ich mir bei unserer Ankunft auf dem Unterstandroa-Hof anhören durfte. Kaum aus dem Auto ausgestiegen, reckten sich die rosa Nasen neugierig durch ein Stallfenster. Da waren wir also, in unserem Urlaub auf dem Bauernhof.

Urlaub auf dem Bauernhof – als ich das hörte, war ich zunächst nicht sonderlich begeistert. Ich gebe zu, ich mag Hotels mit einer Reihe von Sternen auf dem Türschild, Wellnessbereich und Frühstücksbuffet. Als man mir vorschlug, die Woche in einem Appartement auf einem Bauernhof zu verbringen, war ich zunächst erst einmal skeptisch. Aber schon der Anblick bei der Ankunft belehrte mich eines besseren.

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In romantischer Alleinlage oberhalb des kleines Ortes Kastelruth gelegen (ja, da kommen die singenden Spatzen her), empfing uns der Unterstandroa-Hof mit einem traumhaften Blick über unberührte Schneeflächen und weite Wiesen, bis hinab ins Tal. Die schöne und gepflegte Wohnung, die wir bezogen, war mehr als großzügig und bot mit einem Elternschlafzimmer, einem Kinderzimmer und einem großen Wohn-/Essraum jede Menge Platz. Das war gerade am Abend angenehm, wenn man noch in Ruhe bei einem Glas Wein ein gutes Buch lesen wollte, während der Nachwuchs nebenan schon selig schlummerte.

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Das Beste am Hof waren aber definitiv die Tiere. Der Nachwuchs stürzte sich gleich am ersten Abend in den Kuhstall, wo sie von der Inhaberfamilie Mauroner herzlich begrüßt und herumgeführt wurden. Und auch in den kommenden Tagen konnten sich unsere Stadt-Kinder kaum an all den vierbeinige Hofbewohnern sattsehen. Kein Tag, an dem wir zum Skifahren aufbrechen konnten ohne vorher den Hof-Haflinger “Imma” mit einem Apfel versorgt zu haben.

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Ich selbst hätte stundenlang auf dem Balkon stehen können und zusehen, wie sich die Gipfel der Dolomiten im Abendlicht in ein sanftes Rot verfärbten und die Sonne über den glitzernden und funkelnden Schneeflächen langsam hinter den Bergen versank. Die Woche auf dem Unterstandroa-Hof, kombiniert mit den tollen Skitagen auf der Seiser Alm, war eines der entspannendsten Winterurlaubserlebnisse, das ich jemals hatte.

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Ich danke dem Seiser Alm Marketing für die Einladung zu dieser Reise!

 

 

 



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